© M. Scherger, 2025
Pferdekauf
Skelmir vom Bibertal, 2008
In unserem dritten Stall hatten wir ja nun sehr viel Platz. Wir hatten ein Angebot, 3
Fohlen bei uns unterzustellen. Wir haben die angeschaut und der Besitzer hat uns dann
noch den Skelmir gezeigt, den er günstig abgeben wollte.
Skelmir war 3 Jahre alt und etwas wild und unerzogen. Als Niki und ich ihn sahen, haben
wir uns angeschaut und beide gleichzeitig genickt.
Als er zu uns kam, war natürlich das übliche: Bubi hat den Chef rausgehängt.
Wochenlang ging das Spielchen mit Skelmir und Bubi. Ich dachte schon, wir hätten mit
dem Kauf daneben gelegen.
Also die gleiche Ansprache wie damals bei Askur - und auf einmal hats funktioniert.
Skelmir hatte mit seinen 3 Jahren schlechte Erfahrungen gemacht, weil er in dieser
kurzen Zeit schon auf 10 veschiedenen Höfen eingestellt war.
Als Skelmir aber dann begriffen hatte, dass er bleiben darf, war er wie umgedreht. Er
hat sich tadellos benommen und sich gut in die Herde integriert, egal ob wir nach
Wallchen und Stuten getrennt hatten, oder alle in einer Herde.
In der Ausbildung hat er überhaupt keine Probleme gemacht. Er hat ja die ganzen Jahre
hindurch gesehen, wie alles funktioniert. Skelmir wurde ein total unkompiziertes sehr
aufmerksames Reitpferd, das alles tut um seinem Reiter zu gefallen. Ein totale
Verlasspferd!
Flugsvinn vom Hausruckhof, 2008
Als wir das Angebot für die Fohlen und Skelmir bekamen, zeigte uns der Besitzer auch noch die ältere
Stute Flugsvinn.
Niki ging mit ihr reiten und war total begeistert. Sie ist eine ruhige zuverlässige, ältere Stute.
Bei unseren Reitschülern und Feriengästen war sie immer sehr beliebt. Wir haben sie liebevoll unser
"Ömchen" genannt als Kosenamen für Oma, da sie unsere Älteste war.
Stjörnunot von der Roseninsel, 2008
Von den eingestellten Fohlen haben wir die Notti als eigenes Pferd behalten dürfen.
Sie kam mit der Lukka und der Ronja zu uns als Fohlen. Sie ist in der Herde aufgewachsen und hat von klein auf alles gesehen und miterlebt. So war später die
Ausbildung kein Problem, so wie bei Skelmir damals.
Aber ihr sonstiges Verhalten ließ oft zu wünschen übrig. Wäre sie ein Kerl gewesen, hätte Bubi seine Erziehungskraft eingesetzt, aber da es ein Mädel war, war ihm das
wurscht.
Bei Niki zeigte sie sich in der Regel normal, aber wenn ich oder einer der anderen sie auf die Koppel treiben wollten, hat sie immer klammheimlich in unsere Richtung
getreten, man musste bei ihr immer auf der Hut sein. Niki hat mir das anfangs gar nicht geglaubt, bis sie es dann doch mal gesehen hat. Auch beim Abrufen von der
Koppel hat sie sich nie fügen wollen. Andy ist dann mit der langen Gerte runter und hat sie hoch getrieben. Dafür ist sie ihm dann später hinterher gelaufen wie ein
kleines Hündchen. Von unserer Fanny wollte sie sich auch nicht treiben lassen, da hat sie auch ausgetreten.
Später ist sie immer in die Futterraufe gestiegen, bis sie diese dann total zerlegt hat. Zum Glück hat sie sich nie verletzt.
Mit den Jahren ist das auch besser geworden und sie wurde zu einem guten Reitpferd.